Gratulation! Patenterteilung für die Hochschule Offenburg, Fachbereich Medizintechnik:

Dieser innovative Ösophaguskatheter besitzt eine erweiterte Sensorik und Elektroden, die es ermöglichen, umfassend Gewebeparameter während eines Eingriffs zu erfassen. Durch zusätzliche Sensorik auf der herzabgewandten Seite sind nicht nur Referenzmessungen möglich, die eine umfassende Überwachung erlauben und so die Patientensicherheit erhöhen; auch ein hämodynamisches Monitoring sowie eine Schmerzreduktion bei transösophagealer Elektrostimulation sind so möglich.


Hintergrund

Neben atrialen und ventrikulären Tachykardien ist Vorhofflimmern die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und betrifft heute fast 1,8 Millionen Deutsche. Eine Kardioversion kann medikamentös erfolgen, wobei sich die Katheterablation inzwischen als Methode der Wahl etabliert, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen medikamentösen Nebenwirkungen. Die Ablation von Tachyarrhythmien gilt als vergleichsweise schonendes interventionelles elektrophysiologisches Verfahren und erfolgte in Deutschland 2016 über 80.000-mal; Tendenz steigend.

Lösung

Die Erfindung der Hochschule Offenburg betrifft sowohl ein Verfahren, als auch die dazugehörige Ösophagus-Elektrodensonde, die sich gleichermaßen für Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen und damit verbundenen Eingriffen, sowie auch zur Erstellung neurologischer Befunde eignet. Bei diesem Katheter befinden sich zusätzliche Elektroden für die Bioimpedanzmessung und Neurostimulation auf der herzabgewandten Seite, was eine präzisere Überwachung des Gewebezustands sowie auch eine Schmerzreduktion bei transösophagealer Elektrostimulation ermöglicht. Gewebeveränderungen können nun über die herzseitigen Elektroden überwacht und kontinuierlich mit den Parametern auf der gegenüberliegenden Seite verglichen werden. Daraus folgt eine deutlich präzisere Abschätzung der Situation, was effektiv ein vermindertes Risiko für den Patienten bedeutet.

Weiterhin ist mit diesem Katheter auch ein transösophageales hämodynamisches Monitoring recht einfach realisierbar.

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